Fall auf Knall: The Bang Bang Club (2010)

In den Gassen der Townships tobt der Mob. Schüsse peitschen durch die Luft. Auf den Straßen brennen Autos – und Menschen. Vier junge Berichterstatter sind mittendrin statt nur dabei: sie halten die südafrikanischen Exzesse mit ihren Kameras für die Weltöffentlichkeit fest. Das Quartett schreibt als The Bang Bang Club Fotogeschichte. Der gleichnamige Film zollt den knipsenden Teufelskerlen Respekt. Doch verglichen mit den großen Klassikern des Genres ist The Bang Bang Club die Platzpatrone unter den Kriegsreporterfilmen. Knallt ordentlich. Geht aber nicht unter die Haut.

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Journalistenfilme to go: Podcasts über Journalistenfilme

HIer gibt es Podcasts über Journalistenfilme

Ohrenfutter für Freunde des Journalistenkinos: Filmpodcasts gibt es eine ganze Menge, wir picken die Rosinen heraus – im thematischen Sinne, versteht sich. Viele Podcasts auf der folgenden Liste sind perse hörenswert. Uns geht es jedoch rein um die Sache. In diesem Beitrag werden Podcast-Episoden kuratiert, die einen oder mehrere Journalistenfilme behandeln. Das Beste: Es handelt sich um eine wachsende Liste – Tipps sind gern gesehen und werden noch lieber gehört. Viel Spaß beim Stöbern!

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Journalistic Relief #5: Vicky Vale aus Batman (1989)

Was haben Batman und Superman gemeinsam? Beide Figuren sind Helden mit einem Cape. Sie gehören zum DC-Universum. Und sie haben eine Journalistin zur Freundin. Historisch betrachtet ist Vicki Vale aus Batman tatsächlich die Antwort auf Lois Lane. Doch während Lane als unerschrockene Komplizin Supermans wahrgenommen wird (die ihren Begleiter später zu ihrem sprichwörtlichen Göttergatten macht!), ist Vale vielen als kreischende Verflossene des Dunklen Ritters in Erinnerung geblieben. Das liegt an Basingers Darstellung in Tim Burton Batman (1989). Aber nicht nur.

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Journalistischer Scherbenhaufen: Shattered Glass (2003)

Manche Geschichten sind zu gut, um wahr zu sein. In den späten 1990er-Jahren schüttelt der junge Reporter Stephen Glass einen Scoop nach dem anderen aus dem Ärmel. Bis die Konkurrenz einmal genauer hinsieht und die glanzvolle Arbeit des Nachwuchsjournalisten als dreisten Betrug entlarvt. Stephen Glass Reputation ist dahin – und die seines Arbeitgebers gleich mit. Die Chefredaktion des Politmagazins The New Republic hatte dessen Schelmenstücke nämlich begeistert ins Blatt gewunken. Shattered Glass erzählt die Geschichte dieses US-Medienskandals und appelliert dabei an die Wichtigkeit von seriösen Faktenchecks. Ein Appell, der in Zeiten von Hoaxes, Urban Legends und Fake News nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt hat.

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Sieben Tage bis zur Deadline: Rachel Keller in The Ring (2002)

Damals war die Welt noch analog. Kein viraler Videoclip, sondern ein abgenudeltes Tape sorgt in The Ring für Schrecken in der Jugendszene. Derjenige, der es abspielt und betrachtet, soll innerhalb von sieben Tagen das Zeitliche segnen. Als ihre Nichte Katie einem plötzlichen Herztod erliegt, geht die Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) diesem urbanen Mythos auf den Grund. Und das buchstäblich.

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Egal ist Radio 88: Manta, Manta (1991)

Kommt ein Manta-Fahrer ins Radio. Er entert das Sendestudio, schlägt den Jockey nieder und grölt ins Mikro: „Was ist der Unterschied zwischen einem Radiomoderator und einem Arschloch – es gibt keinen!“ Ein Spitzen-Gag. Aber nicht nur das: Es ist der Sieg eines kleinen Mannes über die vierte Gewalt, die ihre staatliche Sendelizenz missbraucht, um die eigene Hörerschaft zu verunglimpfen. Der Lerneffekt – gleich null. Der Sende-Jockey von Radio 88 kommentiert die gepfefferte Hörerreaktion noch frech. Dass er den Medienverdruss an der Basis fördert, kapiert er nicht. Dabei haben auch Manta-Fahrer Gefühle. Heute bei journalistenfilme.de im Programm: eine Perle des deutschen Kinos. Garagentor auf für Manta, Manta

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Buschmesser und Krimsekt mit Sue Charlton: Crocodile Dundee (1986)

Sue Charlton staunt über Crocodile Dundees imposantes Messer.

Aus dem australischen Busch in die Gazetten dieser Welt: Einmal im Jahr karrt RTL vergessene „Granden“ und geltungssüchtige D- bis F-Promis nach Down Under, wo sie formschön vorgeführt werden. Was mancher unter dem Eindruck von elf Staffeln IBES verdrängt haben mag: Costa I. war nicht der erste Dschungelkönig. Das war Crocodile Dundee. Dessen Inthronisierung fand jedoch unter umgekehrten Vorzeichen statt. Anders als der Privatsender aus Köln gabelte die fiktive New Yorker Zeitung Newsday einen No-Name im Outback auf, um ihn anschließend der zivilisierten Welt als waschechten Hinterwäldler zu präsentieren. Doch die designierte Lachnummer entpuppte sich als einflussreicher Werbebotschafter für die australische Touristikbranche. Australien wurde zum Traum aller Auswanderer. Ein Kerl von einem Kerl, dem man gehörigen Respekt zollte. Zumindest die paar Jahre auf dem Schulhof. Weil er uns lehrte wie ein richtiges Messer aussieht. Danke, Sue Charlton.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #3: Hunting Party

Simon Hunt ist abgebrannt: Der gefallene Krisenjournalist (gespielt von Richard Gere, siehe auch The Mothman Prophecies) möchte die Nachkriegswirren im ehemaligen Jugoslawien nutzen, um den Kriegsverbrecher „Fuchs“ dingfest zu machen. Tatsächlich kommen er und seine Kollegen Duck (Terrance Howard) und Benjamin (Jesse Eisenberg) sehr nahe an den Gesuchten heran. Doch sie müssen feststellen, dass die Weltöffentlichkeit hat kein ernsthaftes Interesse daran hat, den „Fuchs“ zu fangen. Ein Skandal, der sich so – oder besser: so ähnlich – zugetragen hat. Doch Hunting Party weiß mit seiner wahren Begebenheit nicht viel anzufangen. Warum das so ist, bespricht Patrick mit seinen Podgästen David und Tobi – in Folge 3 von journalistenfilme.de – der Podcast.

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In echt jetzt? Journalistenfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen

Das Leben schreibt die besten Geschichten. Gerade im Genre der Journalistenfilme hat diese Binsenweisheit besondere Gültigkeit. Kein Wunder, eignen sich wahre Begebenheiten doch am besten, um den Sinn (und manchmal auch Unsinn) der vierten Gewalt hervorzuheben. Der folgende Überblick enthält alle Journalistenfilme, die auf diesem Blog bereits besprochen wurden und von realen Ereignissen erzählen. Wobei ich zwischen „Journalistenfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen“ und „Journalistenfilme, die lose auf wahren Begebenheiten beruhen“ unterscheide – die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Der Artikel wird laufend erweitert, so dass sich irgendwann hoffentlich eine nahezu vollständige Liste ergibt. Viel Spaß beim Stöbern!

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Plötzlich Kriegsreporterin: Kim Baker in Whiskey Tango Foxtrot (2016)

Wen interessiert schon Afghanistan, wenn es Saddam an den Kragen geht? Die USA ziehen gegen den Irak in den Krieg – und der Pressetross zieht mit. Weil man den Hindukusch nicht gänzlich vernachlässigen kann – schließlich bleiben die Vereinigten Staaten in Afghanistan stationiert – werden  ein paar abkömmliche Journalisten benötigt, die von dort berichten. Abkömmlich heißt: unverheiratet und ohne Kinder. Damit auch ja niemand hinterher klagt. Nachrichtentexterin Kim Baker (Tina Fey) aus Whiskey Tango Foxtrot passt in dieses Beuteschema. Ohne zu wissen, worauf sie sich eigentlich einlässt, meldet sich die Frau auf der Suche nach sich selbst freiwillig: „Jetzt bin ich wohl Kriegsberichterstatterin.“

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