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so ticken Journalisten im Film

Ohne Worte #1: War Correspondents (1898)


Ohne Worte – das ist der Titel einer neuen Artikel-Serie auf diesem Blog. Im Fokus stehen Journalistenfilme aus der Ära des Stummfilms. Zum Auftakt gehen wir so weit zurück wie nur möglich. War Correspondents aus dem Jahr 1898 ist ein Dokument medialer Kriegsbegeisterung zu Beginn des spanisch-amerikanischen Krieges.

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Tod eines Fotoreporters: The Death of Kevin Carter (2004)

Die Dokumentation The Death of Kevin Carter gewährt Einblicke in das fragile Seelenleben eines Fotografen, der an seinem goldenen Schuss zerbricht. Kevin Carter ist der Urheber eines Fotos, das zum Sinnbild eines ausgemergelten Kontinents schlechthin gerät: Für „The vulture and the little girl“ („Der Geier und das kleine Mädchen“)  wird das Mitglied des berühmten Bang Bang Clubs 1994 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Wenige Wochen später ist Carter tot.

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Kurz notiert: Seiji Hayami in Cutey Honey: Tears (2016)

Japan, in der nicht allzu fernen Zukunft: Extreme Wetterverhältnisse und Seuchen haben der Menschheit zugesetzt. Mithilfe einer künstlichen Intelligenz gelang es zwar, den menschlichen Exitus einzudämmen,  jedoch zugunsten einer extremen sozialen Ungleichheit. Die Androidin Cutey Honey erhebt sich im Namen derer, die keine Stimme haben. Unterstützung erhält sie vom Journalisten Seiji Hayami.

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Weegees Wiedergänger: Leon Bernstein in „Der Reporter“ (1992)

New York, zu Beginn der 1940er-Jahre: Für die einen ist er der „große Bernzini“, für andere eine von Manhattans „Blitzlichtratten“. Leon Bernstein (Joe Pesci, Good Fellas, Wie ein wilder Stier) verdient seine Dollars mit sensationslüsternen Bildern, träumt aber gleichzeitig von einer Ausstellung im Museum of Modern Art. In Howard Franklins Neo Noir-Krimi wird Der Reporter Zeuge einer mafiösen Verschwörung. Vorbild für „Bernzy“ ist der legendäre Straßenfotograf Weegee.

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Dem kirchlichen Kinderklau auf der Spur: Martin Sixsmith in Philomena (2013)


Vor fast 50 Jahren raubte ihr die katholische Kirche das Kind. Gemeinsam mit dem Journalisten Martin Sixsmith begibt sich die inzwischen fast 70-jährige Philomena Lee auf die Suche nach ihrem verlorenen Sohn. Der Wechsel ins Human Interest-Fach fällt dem zynischen Politexperten Sixsmith anfangs nicht leicht…

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Pressereise des Todes: The Shrine (2010)

Eine Pressereise, die ist blutig: Drei Schmalspur-Journalisten zieht es in die polnische Pampa, wo sie das Verschwinden von Rucksacktouristen untersuchen. Der örtliche Bauernpöbel empfängt die Reisegruppe nicht gerade überschwänglich. Verständlich, schließlich gelingt es den Journalisten aufgrund der Sprachbarriere  nicht, das öffentliche Interesse an diesem Fall zu verdeutlichen. Und als ob das nicht schon Recherche-Schikane genug wäre, stochern die Berichterstatter wortwörtlich im Nebel. Eines muss man The Shrine lassen: Das kanadische Horror-B-Movie gibt sich redlich Mühe, eine etwas andere Vorgeschichte zu erzählen. Ob es ihm dadurch gelingt, aus dem Genre-Einerlei herauszuragen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

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Zeitungssterben mit Bogart: Die Maske runter (1952)

Es gibt sicher einfachere Jobs als den von Ed Hutcheson. Der Chefredakteur der renommierten Day kämpft an mehreren Fronten. Die Zukunft der Zeitung und die seiner 1.500 Mitarbeiter steht durch einen Verkauf auf unsicheren Füßen, ein stadtbekannter Mobster torpediert mit allen Mitteln die Recherchen zu seinen Machenschaften und obendrein beabsichtigt Hutchesons Ex-Frau, Nora, den Geschäftsführer einer Werbefirma zu ehelichen. Nicht wenige würden an diesem Druck zerbrechen. Nicht aber Humphrey Bogart, der als grimmig-impulsiver Redaktionskäpt’n mit seinen markigen Sprüchen das sinkende Schiff über Wasser hält. Die Maske runter (OT: Deadline U.S.A.) von 1952 gehört zu den zitierwürdigsten Journalistenfilmen und ist – trotz seines Alters – erstaunlich modern.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #4: Eine Hand voller Sterne

Making-of eines Journalistenfilms: Aus dem heimischen Bücherregal auf die Leinwand – an der Seite von engagierten Menschen realisiert Michael Schäfer die Verfilmung von Rafik Schamis bekannten Roman Eine Hand voller Sterne. Dahinter steckt weitaus mehr als die Erfüllung eines künstlerischen Traums. Der Film soll – wie schon das Buch – auch ein universelles Plädoyer für die Meinungsfreiheit sein. In Folge #4 von Journalistenfilme.de gibt der Regisseur einen spannenden Einblick in die Realisierung eines ambitionierten wie unterstützenswerten Projektes.

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Lass mich ran, ich bin Journalist: The Escort – Sex sells (2015)

Kinder und Tiere gehen immer, besagt eine journalistische Bauernregeln. Sex sells, eine andere. Wenn der Journalismus doch mal so einfach wäre wie in The Escort: Alles, was es für den Erfolg braucht, ist eine heiße Story. Also steigt Sex-Junkie Mitch der Stanford-Absolventin und Edel-Prostituierten Natalie hinterher. The Escort ist damit die Schmierlapp-Version von Pretty Woman – und erwartungsgemäß nicht die beste Werbung für den Berufsstand. Im Gegenteil: Trotz Happy End ist Journalist Mitch ein ziemlicher Loser.

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Der Anti-Borat: Burn Country – Fremd im eigenen Land (2016)

Ein afghanischer Journalist, traumatisiert von den Kriegshandlungen in der Heimat, strandet in einem nordkalifornischen Kaff. In Sachen Integration fackelt er nicht lange: Sofort versucht er, ein vollwertiges Mitglied der Gemeinde zu werden – was sich in einem Amerika, das ganz und gar nicht dem aus Film und Fernsehen entsprechen will, etwas schwieriger gestaltet. Burn Country – Fremd im eigenen Land ist ein sanfter Kultur-Clash mit löblicher Message und etlichen Längen.

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