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so ticken Journalisten im Film

Tag: Kriegsberichterstattung

Tod eines Fotoreporters: The Death of Kevin Carter (2004)

Die Dokumentation The Death of Kevin Carter gewährt Einblicke in das fragile Seelenleben eines Fotografen, der an seinem goldenen Schuss zerbricht. Kevin Carter ist der Urheber eines Fotos, das zum Sinnbild eines ausgemergelten Kontinents schlechthin gerät: Für „The vulture and the little girl“ („Der Geier und das kleine Mädchen“)  wird das Mitglied des berühmten Bang Bang Clubs 1994 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Wenige Wochen später ist Carter tot.

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Der Anti-Borat: Burn Country – Fremd im eigenen Land (2016)

Ein afghanischer Journalist, traumatisiert von den Kriegshandlungen in der Heimat, strandet in einem nordkalifornischen Kaff. In Sachen Integration fackelt er nicht lange: Sofort versucht er, ein vollwertiges Mitglied der Gemeinde zu werden – was sich in einem Amerika, das ganz und gar nicht dem aus Film und Fernsehen entsprechen will, etwas schwieriger gestaltet. Burn Country – Fremd im eigenen Land ist ein sanfter Kultur-Clash mit löblicher Message und etlichen Längen.

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Fall auf Knall: The Bang Bang Club (2010)

In den Gassen der Townships tobt der Mob. Schüsse peitschen durch die Luft. Auf den Straßen brennen Autos – und Menschen. Vier junge Berichterstatter sind mittendrin statt nur dabei: sie halten die südafrikanischen Exzesse mit ihren Kameras für die Weltöffentlichkeit fest. Das Quartett schreibt als The Bang Bang Club Fotogeschichte. Der gleichnamige Film zollt den knipsenden Teufelskerlen Respekt. Doch verglichen mit den großen Klassikern des Genres ist The Bang Bang Club die Platzpatrone unter den Kriegsreporterfilmen. Knallt ordentlich. Geht aber nicht unter die Haut.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #3: Hunting Party

Simon Hunt ist abgebrannt: Der gefallene Krisenjournalist (gespielt von Richard Gere, siehe auch The Mothman Prophecies) möchte die Nachkriegswirren im ehemaligen Jugoslawien nutzen, um den Kriegsverbrecher „Fuchs“ dingfest zu machen. Tatsächlich kommen er und seine Kollegen Duck (Terrance Howard) und Benjamin (Jesse Eisenberg) sehr nahe an den Gesuchten heran. Doch sie müssen feststellen, dass die Weltöffentlichkeit hat kein ernsthaftes Interesse daran hat, den „Fuchs“ zu fangen. Ein Skandal, der sich so – oder besser: so ähnlich – zugetragen hat. Doch Hunting Party weiß mit seiner wahren Begebenheit nicht viel anzufangen. Warum das so ist, bespricht Patrick mit seinen Podgästen David und Tobi – in Folge 3 von journalistenfilme.de – der Podcast.

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Plötzlich Kriegsreporterin: Kim Baker in Whiskey Tango Foxtrot (2016)

Wen interessiert schon Afghanistan, wenn es Saddam an den Kragen geht? Die USA ziehen gegen den Irak in den Krieg – und der Pressetross zieht mit. Weil man den Hindukusch nicht gänzlich vernachlässigen kann – schließlich bleiben die Vereinigten Staaten in Afghanistan stationiert – werden  ein paar abkömmliche Journalisten benötigt, die von dort berichten. Abkömmlich heißt: unverheiratet und ohne Kinder. Damit auch ja niemand hinterher klagt. Nachrichtentexterin Kim Baker (Tina Fey) aus Whiskey Tango Foxtrot passt in dieses Beuteschema. Ohne zu wissen, worauf sie sich eigentlich einlässt, meldet sich die Frau auf der Suche nach sich selbst freiwillig: „Jetzt bin ich wohl Kriegsberichterstatterin.“

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Kurz notiert: Mit Leutnant Werner auf Tauchstation – Das Boot (1981)

Vor Bochum war Das Boot: 1981 spielte Herbert Grönemeyer in Wolfgang Petersens maritimem Apocalypse Now den Kriegsberichterstatter Leutnant Werner. Als solcher geht er mit dem Unterseeboot U 96 auf Feindfahrt – und dabei folgender Frage auf den Grund: Wann ist ein Mann ein Mann?

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Tod und Leben von Dith Pran: The Killing Fields (1984)

Er wird im Blutnebel der Menschheitsverbrechen häufig übersehen – der Völkermord der Roten Khmer an an eigenen Brüdern und Schwestern. The Killing Fields hält die Erinnerung an das Schicksal von über zwei Millionen Kambodschanern in Pol Pots Demokratischem Kamputschea wach. Dabei ist der britische Film mehr als ein Mahnmal. Er ist das Dokument einer bemerkenswerten Freundschaft zweier Journalisten. Ein eindrucksvoller Film, der bis heute nichts von seiner Intensität verloren hat.

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Live aus Bagdad (2002): O‘ broadcaster, where are thou?

Live aus Bagdad Michael Keaton Helena Bonham Carter Journalist

Goood mooorning, Bagdad! Im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris brodelt es gewaltig. Eine Gruppe verwegener CNN-Reporter reist am Vorabend des zweiten Golfkriegs in den Irak, um genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Kein leichter Job. Live aus Bagdad pflügt in 108 Minuten durch die Gefühlswelt des Kriegsberichterstatters.

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Ein Jahr in der Hölle (1982): Krisenreporter mal anders

Ein Jahr in der Hölle Journalismus

Der Krisenreporter im Kino – das ist wie die Patrone im Lauf. Aus dem Fundus filmischer Archetypen nicht wegzudenken. Kein Wunder: Heutzutage gibt es kaum einen Antikriegsfilm, der das Spiel mit den Bildern nicht zumindest anschneidet. Den Grundstein legten die Reporterdramen der 1980er Jahre: Filme wie Under Fire, Salvador oder The Killing Fields rückten den Krisenberichterstatter in den Mittelpunkt und begründeten damit ein Subgenre. Auch Peter Weir leistete 1982 mit Ein Jahr in der Hölle Pionierarbeit. Dennoch wird der Film gerne unterschlagen.

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Maddy Bowen – multiple Journalistin aus Blood Diamond (2006)

Das Bild zeigt die Journalistin Maddy Bowen aus dem Film Blood Diamond. Hier steht sich hinter dem Maschendrahtzaun eines Flüchtlingslagers. Die Kamera ist gezückt.

D.i.A. – dieses Akronym steht für Das ist Afrika und hält immer dann als zynische Erklärung her, wenn in Edward Zwicks Blood Diamond die Hölle losbricht. Ein argumentativer Offenbarungseid. Aber wie soll man auch etwas erklären, das unbegreiflich ist: Menschen werden massakriert, Kinder verschleppt und zum Töten abgerichtet. Die Krisenberichterstatterin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) versucht zumindest, das Schlachten in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Sie ist erfolgreich. Und doch ruft am Ende niemand: Das ist Journalismus.

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