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so ticken Journalisten im Film

Tag: Journalistin

Verdeckte Recherche mit Nellie Bly: 10 Days in a Madhouse (2015)

Nellie Bly war eine journalistische Pionierin. Nicht nur, weil sie erfolgreich als Reporterin arbeitete, in einer Zeit, in der Frauen vielerorts nicht mal uneingeschränkten Zugang zur Bildung besaßen. Mit ihren Enthüllungen über die unhaltbaren Zustände in einer New Yorker Nervenheilanstalt machte sie eine neue Form des investigativen Journalismus populär – die der verdeckten Recherche. 10 Days in a Madhouse erzählt ihre Geschichte.

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Sieben Tage bis zur Deadline: Rachel Keller in The Ring (2002)

Damals war die Welt noch analog. Kein viraler Videoclip, sondern ein abgenudeltes Tape sorgt in The Ring für Schrecken in der Jugendszene. Derjenige, der es abspielt und betrachtet, soll innerhalb von sieben Tagen das Zeitliche segnen. Als ihre Nichte Katie einem plötzlichen Herztod erliegt, geht die Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) diesem urbanen Mythos auf den Grund. Und das buchstäblich.

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Egal ist Radio 88: Manta, Manta (1991)

Kommt ein Manta-Fahrer ins Radio. Er entert das Sendestudio, schlägt den Jockey nieder und grölt ins Mikro: „Was ist der Unterschied zwischen einem Radiomoderator und einem Arschloch – es gibt keinen!“ Ein Spitzen-Gag. Aber nicht nur das: Es ist der Sieg eines kleinen Mannes über die vierte Gewalt, die ihre staatliche Sendelizenz missbraucht, um die eigene Hörerschaft zu verunglimpfen. Der Lerneffekt – gleich null. Der Sende-Jockey von Radio 88 kommentiert die gepfefferte Hörerreaktion noch frech. Dass er den Medienverdruss an der Basis fördert, kapiert er nicht. Dabei haben auch Manta-Fahrer Gefühle. Heute bei journalistenfilme.de im Programm: eine Perle des deutschen Kinos. Garagentor auf für Manta, Manta

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Buschmesser und Krimsekt mit Sue Charlton: Crocodile Dundee (1986)

Sue Charlton staunt über Crocodile Dundees imposantes Messer.

Aus dem australischen Busch in die Gazetten dieser Welt: Einmal im Jahr karrt RTL vergessene „Granden“ und geltungssüchtige D- bis F-Promis nach Down Under, wo sie formschön vorgeführt werden. Was mancher unter dem Eindruck von elf Staffeln IBES verdrängt haben mag: Costa I. war nicht der erste Dschungelkönig. Das war Crocodile Dundee. Dessen Inthronisierung fand jedoch unter umgekehrten Vorzeichen statt. Anders als der Privatsender aus Köln gabelte die fiktive New Yorker Zeitung Newsday einen No-Name im Outback auf, um ihn anschließend der zivilisierten Welt als waschechten Hinterwäldler zu präsentieren. Doch die designierte Lachnummer entpuppte sich als einflussreicher Werbebotschafter für die australische Touristikbranche. Australien wurde zum Traum aller Auswanderer. Ein Kerl von einem Kerl, dem man gehörigen Respekt zollte. Zumindest die paar Jahre auf dem Schulhof. Weil er uns lehrte wie ein richtiges Messer aussieht. Danke, Sue Charlton.

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Plötzlich Kriegsreporterin: Kim Baker in Whiskey Tango Foxtrot (2016)

Wen interessiert schon Afghanistan, wenn es Saddam an den Kragen geht? Die USA ziehen gegen den Irak in den Krieg – und der Pressetross zieht mit. Weil man den Hindukusch nicht gänzlich vernachlässigen kann – schließlich bleiben die Vereinigten Staaten in Afghanistan stationiert – werden  ein paar abkömmliche Journalisten benötigt, die von dort berichten. Abkömmlich heißt: unverheiratet und ohne Kinder. Damit auch ja niemand hinterher klagt. Nachrichtentexterin Kim Baker (Tina Fey) aus Whiskey Tango Foxtrot passt in dieses Beuteschema. Ohne zu wissen, worauf sie sich eigentlich einlässt, meldet sich die Frau auf der Suche nach sich selbst freiwillig: „Jetzt bin ich wohl Kriegsberichterstatterin.“

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Mason Weaver aus Kong: Skull Island (2017) – Die weiße Frau mit dem Fotoapparat

Affentheater auf journalistenfilme.de: Aktuell macht König Kong die Lichtspielhäuser unsicher. Augenzeugin ist die Fotojournalistin Mason Weaver – sie begleitet die Expedition nach Skull Island. Ursprünglich mit einem festen Arbeitsauftrag. Am Ende wandelt sie „nur“ auf den Spuren von Fay Wray, Jessica Lange und Naomi Watts, indem sie sich als „Weiße Frau light“ entpuppt.

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Kurz notiert: Zombieflüsterin Terri Morales aus Resident Evil: Apocalypse

Terri Morales aus Resident Evil: Apocalypse.

Es gibt Filme, an die hätte ich nie gedacht, als ich die Akte Journalistenfilme öffnete. Resident Evil: Apocalypse ist einer dieser Filme. Und das ist auch gut so. Immer nur dabei zuzugucken, wie Journalisten Dokumente wälzen und Klinken putzen, macht auf Dauer müde. Ein Zombie-Happen wie Terri Morales ist da eine willkommene Abwechslung. 

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Journalistic Relief #3: Karla Kolumna, die rasend machende Reporterin

Karla Kolumna ist die rasende Reporterin in Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg.

April O’Neil war mein erster großer Zeichentrick-Schwarm. Karla Kolumna aus Benjamin Blümchen hingegen törnte mich richtig ab. Was natürlich daran liegen könnte, dass ich der gesamten Serie nie viel abgewinnen konnte – Elefanten mit Ballonmützen sind schließlich nur semi-cool. Vieles aber beruhte auf persönlicher Antipathie: Mit ihrer Art, ungefragt in die Szenerie zu platzen und debil-jauchzend mit wild fabulierten Schlagzeilen um sich zu werfen, machte mich die rasende Reporterin…nun ja…rasend. Mittlerweile weiß ich: Karla Kolumna ist gar nicht so doof, wie ich sie immer fand. Tatsächlich ist sie eine interessante Figur, die Potenzial und Probleme des Lokaljournalismus auslotet.

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Kurz notiert: Der entpolitisierte Journalismus der Bridget Jones (2001)

Bridget Jones Journalismus

Die Blogosphäre in Weihnachtsstimmung – da machen wir keine Ausnahme. Allerdings sind besinnliche Journalistenfilme äußerst selten. Ich dachte schon, ich stünde ohne Festtagspost da, bis ich über Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück gestolpert bin. Dort zieht die titelgebende Mittdreißigerin ausgerechnet zu den Festtagen eine Lebensbilanz. Besondere Umstände lassen sie in den TV-Journalismus flüchten.

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Maddy Bowen – multiple Journalistin aus Blood Diamond (2006)

Das Bild zeigt die Journalistin Maddy Bowen aus dem Film Blood Diamond. Hier steht sich hinter dem Maschendrahtzaun eines Flüchtlingslagers. Die Kamera ist gezückt.

D.i.A. – dieses Akronym steht für Das ist Afrika und hält immer dann als zynische Erklärung her, wenn in Edward Zwicks Blood Diamond die Hölle losbricht. Ein argumentativer Offenbarungseid. Aber wie soll man auch etwas erklären, das unbegreiflich ist: Menschen werden massakriert, Kinder verschleppt und zum Töten abgerichtet. Die Krisenberichterstatterin Maddy Bowen (Jennifer Connelly) versucht zumindest, das Schlachten in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Sie ist erfolgreich. Und doch ruft am Ende niemand: Das ist Journalismus.

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