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Ab dem 26. Mai im Kino: George Clooney als Money Monster

Ausnahmesituation vor laufender Kamera: Ein Mann stürmt eine Live-Sendung. Er fühlt sich vom Moderator der Sendung betrogen und droht nun, das Studi

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Money Monster

Ausnahmesituation vor laufender Kamera: Ein Mann stürmt eine Live-Sendung. Er fühlt sich vom Moderator der Sendung betrogen und droht nun, das Studio zu sprengen. In Money Monster treffen Finanz- und Medienkritik aufeinander. Das Ergebnis läuft 19. Mai 2016 in den deutschen Kinos an.

Bildmaterial: Sony/TriStar Pictures

Lee Gates (George Clooney) ist das „Money Monster“: Der charmante Moderator gibt in der gleichnamigen Sendung locker-flockige Anlagetipps – und das hart arbeitende Amerika ist gewillt, diese Tipps zu befolgen. Ein bisschen Wohlstand schadet schließlich nicht. Erst recht nicht nach diesen entbehrungsreichen Jahren  der Finanzkrise. Doch schon Norbert aus „Voll Normal“ lehrte uns: Nicht jedes heiße Investment bringt die versprochene Rendite.

Die Blase platzt, diesmal im Kleinen. Nachdem er Gates’ Ratschlag befolgt hat, steht der junge Kyle (Jack O’Connell) vor dem Ruin. Die Kurse sind nicht so gestiegen, wie er erhofft hat. Also beschließt er, den für ihn günstigen Börsenverlauf mit Gewalt zu erpressen. Kyle entert das Money Monster-Studio und nimmt Lee Gates zur Geisel. Sollte sein Investment vor Börsenschluss nicht um 24,5 Punkte steigen, werde er den nicht mehr ganz so smart dreinblickenden TV-Finanzexperten umzubringen.

Money Monster und die verzweifelte Wut

Dem einfachen Mann brennen die Sicherungen durch. Mal wieder. Ist ja auch verständlich, bei all den Schweinereien, die ihm widerfahren. Auf diese Botschaft scheint der Film hinauszulaufen – zumindest vermittelt der Trailer diesen Anschein. Insbesondere der US-Trailer geizt nicht mit Tränendrücker-Musik und pathetischen Dialogfetzen. Die deutsche Vorschau setzt da lieber auf harte Beats, um die Action zu unterstreichen. Momentan wirkt Money Monster auf mich wie ein rührseliges Geisel-Melodram im Stile von John Q. – Verzweifelte Wut und der von mir bereits besprochenen Holzhammer-Medienschelte Mad City. Wenn auch mit einem deutlich höheren Produktionswert.

Ob es so kommt, erfahren wir ab dem 26. Mai im Kino. Dann läuft der vierte Film von Regisseurin Jodie Foster in Deutschland an. Neben George Clooney und Jack O’Connell sind in weiteren Rollen Julia Roberts (als Produzentin), Caitriona Balfe und Dominic West zu sehen.

Update, 21. Oktober 2016: Inzwischen habe ich Money Monster sehen können. Mein Besprechung dazu findet Ihr hier: Verantwortungslos zur besten Sendezeit – Lee Gates in Money Monster (2016).

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