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so ticken Journalisten im Film

Tag: deutsches Kino

Böll(er) gegen BILD: Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1975)

Eine Frau im Fadenkreuz: Katharina Blum lernt auf einer Karnevalsfeier einen Mann kennen. Es knistert gewaltig, die beiden verbringen einen One-Night-Stand. Was sie nicht weiß: Ihre Bekanntschaft steht im Verdacht, terroristische Aktivitäten vorzubereiten. Über Nacht wird Katharina selbst zur Tatverdächtigen. Von den Behörden in die Mangel genommen, von den Medien als „Terrorbraut“ kriminalisiert, mutiert ihr Leben zum Spießrutenlauf. Volker Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum ist die Verfilmung von Heinrich Bölls gleichnamiger Abrechnung mit der Springer-Presse. 

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Journalistenfilme.de – der Podcast #4: Eine Hand voller Sterne

Making-of eines Journalistenfilms: Aus dem heimischen Bücherregal auf die Leinwand – an der Seite von engagierten Menschen realisiert Michael Schäfer die Verfilmung von Rafik Schamis bekannten Roman Eine Hand voller Sterne. Dahinter steckt weitaus mehr als die Erfüllung eines künstlerischen Traums. Der Film soll – wie schon das Buch – auch ein universelles Plädoyer für die Meinungsfreiheit sein. In Folge #4 von Journalistenfilme.de gibt der Regisseur einen spannenden Einblick in die Realisierung eines ambitionierten wie unterstützenswerten Projektes.

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Sündenfall und Mahnmal: Gladbeck (ARD-Zweiteiler, 2018)

Es ist das folgenreichste Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte: das Geiseldrama von Gladbeck. Polizei und Behörden der „betroffenen“ Länder leisten sich nach dem beobachtungsfreien Abzug der Gangster eine Serie von Fehleinschätzungen und Versäumnissen, die derart beispiellos ist, dass die Einsatzkoordination anschließend völlig umgekrempelt wird. Vor allem steht Gladbeck synonym für den Sündenfall der bundesdeutschen Medien. Sie verzerrten diese 54 Stunden im August 1988 nicht nur zu einem absurden Spektakel, sondern griffen aktiv ins Geschehen ein – und beeinflussten so den tragischen Ausgang der Geiselnahme. Der TV-Zweiteiler Gladbeck dokumentiert, was nie hätte geschehen dürfen.

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Egal ist Radio 88: Manta, Manta (1991)

Kommt ein Manta-Fahrer ins Radio. Er entert das Sendestudio, schlägt den Jockey nieder und grölt ins Mikro: „Was ist der Unterschied zwischen einem Radiomoderator und einem Arschloch – es gibt keinen!“ Ein Spitzen-Gag. Aber nicht nur das: Es ist der Sieg eines kleinen Mannes über die vierte Gewalt, die ihre staatliche Sendelizenz missbraucht, um die eigene Hörerschaft zu verunglimpfen. Der Lerneffekt – gleich null. Der Sende-Jockey von Radio 88 kommentiert die gepfefferte Hörerreaktion noch frech. Dass er den Medienverdruss an der Basis fördert, kapiert er nicht. Dabei haben auch Manta-Fahrer Gefühle. Heute bei journalistenfilme.de im Programm: eine Perle des deutschen Kinos. Garagentor auf für Manta, Manta

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