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so ticken Journalisten im Film

Tag: Watergate

Endstation Sehnsucht: Die Verlegerin (2018)

Er ist der Guido Knopp Hollywoods. Wie kein Zweiter versteht es Regisseur Steven Spielberg, historische Stoffe zu dichter Spielfilm-Unterhaltung zu verweben. Die Verlegerin (im Original The Post) heißt seine neueste Fingerübung und bietet alles, was man von einer Spielberg’schen Geschichtsstunde erwarten darf: Packendes Drama, tolle Schauspielleistungen und etwas Wissen, das hängen bleibt. Diesmal nimmt sich der Filmemacher eine publizistische Sternstunde vor: die Veröffentlichung der so genannten Pentagon Papers durch amerikanische Zeitungen im Jahre 1971. Ihre Enthüllungen entlarvten die militärischen Verwicklungen der USA in Südostasien als eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen und Machtmissbräuchen, gleichzeitig markierten sie den Aufbruch in eine goldene Ära des investigativen Journalismus. Eigentlich das perfekte Setting für einen Journalistenfilm. Das Problem: Als oscar-nominiertes „Prequel“ (Andreas Busche, tagesspiegel) zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen vermag Die Verlegerin dem Genre kaum etwas neues hinzufügen.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #2: Futureworld

Chuck Browning ist der Held in Futureworld - und Journalist. Auch wenn das japanische Filmplakat etwas anderes suggeriert!

Zwei Nischen treffen aufeinander – Futureworld ist die Symbiose von Science-Fiction- und Journalistenfilm. Gewürzt mit einer Prise James Bond, miesen Martial Arts-Kloppereien und feuchten Träumen vom Gunslinger. Klingt krude? Ist es auch. Weil nichts unausgesprochen bleiben soll, lädt Patrick zur Therapiestunde Traumdeuter Thomas ein – in der zweiten Folge von journalistenfilme.de – der Podcast.

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Cheap Shot gegen Tricky Dick: Frost/Nixon (2009)

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Vom playboyhaften Talkmaster zum verdienten Journalisten: Ende der 1970er Jahre knöpft sich die britische Fernsehberühmtheit David Frost den ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon vor. Die Welt erwartet ein ungleiches Duell, das der Politgauner für sich entscheiden wird. Der Spitzname Tricky Dick kommt schließlich nicht von ungefähr: Nixon hatte in seiner Amtszeit (1969 bis 1974) systematisch die Prinzipien der Demokratie ausgehöhlt, um seine Machtfülle zu erhalten. Doch Frost gelingt, worauf die Nation lange gewartet hat – er entlockt Nixon ein Schuldeingeständnis. Der Verbal-Thriller Frost/Nixon feiert die Geburt einer Interviewlegende. Der Kater kommt bei der Recherche danach.

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Die Film-Fibel für Journalisten: Die Unbestechlichen (1976)

Die Unbestechlichen: Dustin Hoffman und Robert Redford bei der Recherche.

Wenn es einen Film gibt, den jeder angehende Journalist gesehen haben sollte, dann ist es „Die Unbestechlichen“. Nicht aufgrund der Tatsache, dass der Film die Geschichte zweier junger Journalisten erzählt, die den mächtigsten Mann der Welt (vermeintlich) zu Fall  brachten. Pressefreiheit, Informantenschutz, die Rolle der Medien als vierte Gewalt, die Grundvoraussetzung sauberer Recherche: Kaum ein Film lotet das Wesen des Journalismus derart dezidiert aus wie Alan J. Pakulas Meisterwerk. „Die Unbestechlichen“ ist ein hervorragendes Plädoyer für journalistische Integrität – und damit ein würdiger Start für journalistenfilme.de.

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