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So ticken Journalisten im Film.

Tag: investigativer Journalismus (Page 1 of 2)

Einzelkämpfer gegen Einzeltäter: Ulrich Chaussy in Der blinde Fleck (2013)

In diesem Jahr – 2020 – jährt sich das Attentat auf das Oktoberfest in München zum vierzigsten Mal. Lange war der verheerendste Anschlag auf bundesdeutschem Boden ein vergessener. Der blinde Fleck holt dieses Ereignis im Jahr 2013 nicht nur zurück in die kollektive Erinnerung. Basierend auf den Recherchen des Journalisten Ulrich Chaussy, der sich über Jahrzehnte hinweg nie mit den offiziellen Ermittlungsergebnissen zufrieden gab, liefert der Film den Anstoß, ein scheinbar abgeschlossenes Kapitel nochmal fortzuschreiben.

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Klofrontation: Toiletten-Szenen in Journalistenfilmen

Toiletten-Szenen im Film haben immer etwas zu bedeuten. Ganz besonders in Journalistenfilmen. Die Häufung inszenierter stiller Örtchen in diesem Genre ist jedenfalls auffällig. Was sie über den Journalismus aussagen, schauen wir uns anhand fünf Klofrontationen näher an.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #8: State of Play (2009)

Dinosaurier gegen Blutsauger, Print gegen Online, alter gegen neuer Journalismus: Der Reporter-Krimi State of Play lässt mit Cal McAffrey (Russell Crowe) und Della Frye (Rachel McAdams) zwei journalistische Gegenentwürfe aufeinander los. Um ein ausgewachsenes Industriekomplott aufzulösen, müssen die beiden jedoch ihre Differenzen überbrücken. Thomas und Patrick üben sich als Mediatoren – in einer neuen Episode von journalistenfilme.de – der Podcast.

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Full Metal Jacket (1987) und die Rolle der Medien im Vietnamkrieg

Full Metal Jacket – ein Kriegsreporterfilm? Protagonist Private Joker (Matthew Modine) arbeitet immerhin kurzzeitig für die US-amerikanische Militärzeitung Stars and Stripes. Jokers Profession ist primär ein erzählerischer Schachzug. Nebenbei ist Stanley Kubricks berühmt-berüchtigter Anti-Kriegsfilm bei der Kolportage einer vielfach überlieferten Legende behilflich: Die Legende von den heldenhaften US-Medien, die den Vietnamkrieg mit ihrer kritischen Berichterstattung entscheidend beeinflusst, ja letztlich sogar das Ende der Intervention herbeigeführt haben. Was dran ist an dieser Story? Ein Blick auf die Rolle der Medien im Vietnamkrieg.

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Zwischen Politkrimi und Familiendrama: Nichts als die Wahrheit (2008)

Eine Mutter in Beugehaft. So was ziemt sich nicht. Erst recht nicht, wenn diese Mutter für journalistische Grundprinzipien wie die Wahrung des Informantenschutzes ins Felde zieht. Nichts als die Wahrheit – Im Fadenkreuz der Staatsmacht balanciert zwischen Politkrimi und Familiendrama – und gibt dabei eine gute Figur ab.

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Pakulas paranoide Antithese: Zeuge einer Verschwörung (1974)

Ein Journalist ohne echte Chance: In Alan J. Pakulas zweitem Teil seiner berühmten Paranoia-Trilogie jagt der Lokalreporter Joseph Frady der ominösen Parallax Corporation hinterher, von der er glaubt, sie stehe mit dem Mord an einem Senator in Verbindung. Die Recherche wird zur Sisyphosaufgabe. Frady ist zwar Zeuge einer Verschwörung, doch es gelingt ihm nicht, die Hintermänner in die Öffentlichkeit zu zerren. Damit ist The Parallax View, wie der Film im Original heißt, die Antithese zu Pakulas Die Unbestechlichen.

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Zwischen Recherche und Rendite: Die vierte Gewalt (2016)

Die vierte Gewalt wankt. Auflagenschwund und versiegende Anzeigenerlöse, prekäre Arbeitsverhältnisse und Gratismentalität in Netz nagen am Selbstwertgefühl der Branche. Sicher, Nachrichten müssen sich rechnen. Doch wo die Rendite über dem Nachrichtenwert rangiert, geht das Ethos häufig baden. Dann braucht es Wachrüttler wie Jan Schulte (Benno Führmann). Der Reporter kommt einem hochrangigen Komplott in Politik und Presse auf die Schliche.

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Atomspalterei: Das China Syndrom (1979)

Steht ein Kernreaktor kurz vor dem Störfall. Die Kraftwerkbetreiber versuchen, den Beinahe-GAU zu vertuschen. Das Image der sauberen Kernenergie steht auf dem Spiel. Blöd nur, dass eine Journalisten-Crew auf der Galerie alles mitbekommt. Von der Kritik zunächst als übertriebene Atom-Hysterie abgewatscht, erwies sich Das China Syndrom wenig später als nahezu prophetisch: Zwölf Tage nach dem Kinostart 1979 kam es im US-amerikanischen Kernkraftwerk Three Mile Island zu einem Reaktorunfall.

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Das Spin-off zu Die Unbestechlichen: The Secret Man (2017)

Ob Bob Woodward und Carl Bernstein ohne ihn ebenfalls zu Legenden des investigativen Journalismus aufgestiegen wären? Über 30 Jahre blieb der wohl berühmteste Whistleblower im Verborgenen. Heute weiß man: Deep Throat war niemand Geringeres als FBI-Vize-Direktor Mark Felt. So wie Regisseur Peter Landesman den 2008 verstorbenen Geheimdienstler darstellt, ist die Enthüllung des Watergate-Skandals vor allem das Verdienst eines grauen Ritters, der seine Behörde verriet, um die freiheitlich-demokratischen Werte seiner Nation zu schützen. The Secret Man schaut sich wie ein Spin-off zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen – ergänzend und widersprüchlich zugleich.

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In echt jetzt? Journalistenfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen

Das Leben schreibt die besten Geschichten. Gerade im Genre der Journalistenfilme hat diese Binsenweisheit besondere Gültigkeit. Kein Wunder, eignen sich wahre Begebenheiten doch am besten, um den Sinn (und manchmal auch Unsinn) der vierten Gewalt hervorzuheben. Der folgende Überblick enthält alle Journalistenfilme, die auf diesem Blog bereits besprochen wurden und von realen Ereignissen erzählen. Wobei ich zwischen „Journalistenfilme, die auf wahren Begebenheiten beruhen“ und „Journalistenfilme, die lose auf wahren Begebenheiten beruhen“ unterscheide – die Nennung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Der Artikel wird laufend erweitert, so dass sich irgendwann hoffentlich eine nahezu vollständige Liste ergibt („Träum‘ weiter!“, Anm. d. Autors im Zuge einer Aktualisierung). Viel Spaß beim Stöbern!

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