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so ticken Journalisten im Film

Tag: Die Unbestechlichen

Das Spin-off zu Die Unbestechlichen: The Secret Man (2017)

Ob Bob Woodward und Carl Berstein ohne ihn ebenfalls zu Legenden des investigativen Journalismus aufgestiegen wären? Über 30 Jahre blieb der wohl berühmteste Whistleblower im Verborgenen. Heute weiß man: Deep Throat war niemand Geringeres als FBI-Vize-Direktor Mark Felt. So wie Regisseur Peter Landesman den 2008 verstorbenen Geheimdienstler darstellt, ist die Enthüllung des Watergate-Skandals vor allem das Verdienst eines grauen Ritters, der seine Behörde verriet, um die freiheitlich-demokratischen Werte seiner Nation zu schützen. The Secret Man schaut sich wie ein Spin-off zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen – ergänzend und widersprüchlich zugleich.

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Endstation Sehnsucht: Die Verlegerin (2018)

Er ist der Guido Knopp Hollywoods. Wie kein Zweiter versteht es Regisseur Steven Spielberg, historische Stoffe zu dichter Spielfilm-Unterhaltung zu verweben. Die Verlegerin (im Original The Post) heißt seine neueste Fingerübung und bietet alles, was man von einer Spielberg’schen Geschichtsstunde erwarten darf: Packendes Drama, tolle Schauspielleistungen und etwas Wissen, das hängen bleibt. Diesmal nimmt sich der Filmemacher eine publizistische Sternstunde vor: die Veröffentlichung der so genannten Pentagon Papers durch amerikanische Zeitungen im Jahre 1971. Ihre Enthüllungen entlarvten die militärischen Verwicklungen der USA in Südostasien als eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen und Machtmissbräuchen, gleichzeitig markierten sie den Aufbruch in eine goldene Ära des investigativen Journalismus. Eigentlich das perfekte Setting für einen Journalistenfilm. Das Problem: Als oscar-nominiertes „Prequel“ (Andreas Busche, tagesspiegel) zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen vermag Die Verlegerin dem Genre kaum etwas neues hinzufügen.

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Weil Journalisten auch nur Menschen sind: Schlagzeilen (1994)

Schlagzeilen ist eines dieser Sandwichkinder. 1994, im Erscheinungsjahr des Films, ist die Hochphase des Journalistenkinos längst passé, seine Renaissance lässt noch ein gutes Jahrzehnt auf sich warten. Dabei ist Ron Howards Komödie ist ein charmantes, übersehenes Juwel, in dem man die Lebenswirklichkeit von Journalisten funkeln sieht. Mehr als in manchem Klassiker des Genres. 

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Oft nominiert, selten prämiert: Journalistenfilme bei den Oscars

Sie war die Überraschung bei den Oscars 2016 – die Auszeichnung von Spotlight als Bester Film. Eine Branche überschlug sich vor Freude, hatte sie doch zuletzt wenig Grund zum Jubeln. Auch für das Genre an sich war der Gewinn des gewichtigsten Goldjungen eine Sternstunde mit Seltenheitswert. Journalistenfilme werden oft nominiert, jedoch kaum prämiert. Zumindest von Seiten der Academy. Zur bevorstehenden 89. Verleihung führen wir mal Buch.

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Journalismus im Schwitzkasten: Der Moment der Wahrheit (2015)

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Ein Nachrichtenmagazin erhebt schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten. George W. Bush soll sich als junger Mann vor einem Kriegseinsatz in Vietnam gedrückt haben. Ausgerechnet der Mann, der reihenweise Väter und Söhne nach Afghanistan und in den Irak entsendet – der amerikanischen Freiheit wegen. Die Geschichte scheint wasserdicht. Doch Der Moment der Wahrheit wird zum Bumerang: Am Pranger stehen nicht Bush und Konsorten, sondern jene Journalisten, die den Skandal an die Öffentlichkeit zerren.

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Journalistenpreis aus Hollywood: Spotlight (2015)

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Eine Branche ballt die Becker-Faust: Lügenpresse? Von wegen! Die überraschende Oscar-Auszeichnung für Tom McCarthys Reporterdrama Spotlight wirkt wie Balsam auf der Seele eines zuletzt viel geschundenen Berufstandes. Oft genug werden wir daran erinnert, was im Journalismus schief läuft. Da tut es gut zu sehen, wozu der Journalismus in seinen wachen Momenten in der Lage ist – und welche positiven Reaktionen er doch noch auslösen kann.

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Die Film-Fibel für Journalisten: Die Unbestechlichen (1976)

Die Unbestechlichen: Dustin Hoffman und Robert Redford bei der Recherche.

Wenn es einen Film gibt, den jeder angehende Journalist gesehen haben sollte, dann ist es „Die Unbestechlichen“. Nicht aufgrund der Tatsache, dass der Film die Geschichte zweier junger Journalisten erzählt, die den mächtigsten Mann der Welt (vermeintlich) zu Fall  brachten. Pressefreiheit, Informantenschutz, die Rolle der Medien als vierte Gewalt, die Grundvoraussetzung sauberer Recherche: Kaum ein Film lotet das Wesen des Journalismus derart dezidiert aus wie Alan J. Pakulas Meisterwerk. „Die Unbestechlichen“ ist ein hervorragendes Plädoyer für journalistische Integrität – und damit ein würdiger Start für journalistenfilme.de.

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