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so ticken Journalisten im Film

Tag: Die Maske runter

Zeitungssterben mit Bogart: Die Maske runter (1952)

Es gibt sicher einfachere Jobs als den von Ed Hutcheson. Der Chefredakteur der renommierten Day kämpft an mehreren Fronten. Die Zukunft der Zeitung und die seiner 1.500 Mitarbeiter steht durch einen Verkauf auf unsicheren Füßen, ein stadtbekannter Mobster torpediert mit allen Mitteln die Recherchen zu seinen Machenschaften und obendrein beabsichtigt Hutchesons Ex-Frau, Nora, den Geschäftsführer einer Werbefirma zu ehelichen. Nicht wenige würden an diesem Druck zerbrechen. Nicht aber Humphrey Bogart, der als grimmig-impulsiver Redaktionskäpt’n mit seinen markigen Sprüchen das sinkende Schiff über Wasser hält. Die Maske runter (OT: Deadline U.S.A.) von 1952 gehört zu den zitierwürdigsten Journalistenfilmen und ist – trotz seines Alters – erstaunlich modern.

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Endstation Sehnsucht: Die Verlegerin (2018)

Er ist der Guido Knopp Hollywoods. Wie kein Zweiter versteht es Regisseur Steven Spielberg, historische Stoffe zu dichter Spielfilm-Unterhaltung zu verweben. Die Verlegerin (im Original The Post) heißt seine neueste Fingerübung und bietet alles, was man von einer Spielberg’schen Geschichtsstunde erwarten darf: Packendes Drama, tolle Schauspielleistungen und etwas Wissen, das hängen bleibt. Diesmal nimmt sich der Filmemacher eine publizistische Sternstunde vor: die Veröffentlichung der so genannten Pentagon Papers durch amerikanische Zeitungen im Jahre 1971. Ihre Enthüllungen entlarvten die militärischen Verwicklungen der USA in Südostasien als eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen und Machtmissbräuchen, gleichzeitig markierten sie den Aufbruch in eine goldene Ära des investigativen Journalismus. Eigentlich das perfekte Setting für einen Journalistenfilm. Das Problem: Als oscar-nominiertes „Prequel“ (Andreas Busche, tagesspiegel) zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen vermag Die Verlegerin dem Genre kaum etwas neues hinzufügen.

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