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so ticken Journalisten im Film

Category: Journalistenfilme (Page 1 of 7)

Böll(er) gegen BILD: Die verlorene Ehre der Katharina Blum (1975)

Eine Frau im Fadenkreuz: Katharina Blum lernt auf einer Karnevalsfeier einen Mann kennen. Es knistert gewaltig, die beiden verbringen einen One-Night-Stand. Was sie nicht weiß: Ihre Bekanntschaft steht im Verdacht, terroristische Aktivitäten vorzubereiten. Über Nacht wird Katharina selbst zur Tatverdächtigen. Von den Behörden in die Mangel genommen, von den Medien als „Terrorbraut“ kriminalisiert, mutiert ihr Leben zum Spießrutenlauf. Volker Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum ist die Verfilmung von Heinrich Bölls gleichnamiger Abrechnung mit der Springer-Presse. 

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Das Spin-off zu Die Unbestechlichen: The Secret Man (2017)

Ob Bob Woodward und Carl Berstein ohne ihn ebenfalls zu Legenden des investigativen Journalismus aufgestiegen wären? Über 30 Jahre blieb der wohl berühmteste Whistleblower im Verborgenen. Heute weiß man: Deep Throat war niemand Geringeres als FBI-Vize-Direktor Mark Felt. So wie Regisseur Peter Landesman den 2008 verstorbenen Geheimdienstler darstellt, ist die Enthüllung des Watergate-Skandals vor allem das Verdienst eines grauen Ritters, der seine Behörde verriet, um die freiheitlich-demokratischen Werte seiner Nation zu schützen. The Secret Man schaut sich wie ein Spin-off zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen – ergänzend und widersprüchlich zugleich.

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Ohne Worte #1: War Correspondents (1898)


Ohne Worte – das ist der Titel einer neuen Artikel-Serie auf diesem Blog. Im Fokus stehen Journalistenfilme aus der Ära des Stummfilms. Zum Auftakt gehen wir so weit zurück wie nur möglich. War Correspondents aus dem Jahr 1898 ist ein Dokument medialer Kriegsbegeisterung zu Beginn des spanisch-amerikanischen Krieges.

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Tod eines Fotoreporters: The Death of Kevin Carter (2004)

Die Dokumentation The Death of Kevin Carter gewährt Einblicke in das fragile Seelenleben eines Fotografen, der an seinem goldenen Schuss zerbricht. Kevin Carter ist der Urheber eines Fotos, das zum Sinnbild eines ausgemergelten Kontinents schlechthin gerät: Für „The vulture and the little girl“ („Der Geier und das kleine Mädchen“)  wird das Mitglied des berühmten Bang Bang Clubs 1994 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Wenige Wochen später ist Carter tot.

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Weegees Wiedergänger: Leon Bernstein in „Der Reporter“ (1992)

New York, zu Beginn der 1940er-Jahre: Für die einen ist er der „große Bernzini“, für andere eine von Manhattans „Blitzlichtratten“. Leon Bernstein (Joe Pesci, Good Fellas, Wie ein wilder Stier) verdient seine Dollars mit sensationslüsternen Bildern, träumt aber gleichzeitig von einer Ausstellung im Museum of Modern Art. In Howard Franklins Neo Noir-Krimi wird Der Reporter Zeuge einer mafiösen Verschwörung. Vorbild für „Bernzy“ ist der legendäre Straßenfotograf Weegee.

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Dem kirchlichen Kinderklau auf der Spur: Martin Sixsmith in Philomena (2013)


Vor fast 50 Jahren raubte ihr die katholische Kirche das Kind. Gemeinsam mit dem Journalisten Martin Sixsmith begibt sich die inzwischen fast 70-jährige Philomena Lee auf die Suche nach ihrem verlorenen Sohn. Der Wechsel ins Human Interest-Fach fällt dem zynischen Politexperten Sixsmith anfangs nicht leicht…

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Pressereise des Todes: The Shrine (2010)

Eine Pressereise, die ist blutig: Drei Schmalspur-Journalisten zieht es in die polnische Pampa, wo sie das Verschwinden von Rucksacktouristen untersuchen. Der örtliche Bauernpöbel empfängt die Reisegruppe nicht gerade überschwänglich. Verständlich, schließlich gelingt es den Journalisten aufgrund der Sprachbarriere  nicht, das öffentliche Interesse an diesem Fall zu verdeutlichen. Und als ob das nicht schon Recherche-Schikane genug wäre, stochern die Berichterstatter wortwörtlich im Nebel. Eines muss man The Shrine lassen: Das kanadische Horror-B-Movie gibt sich redlich Mühe, eine etwas andere Vorgeschichte zu erzählen. Ob es ihm dadurch gelingt, aus dem Genre-Einerlei herauszuragen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

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Zeitungssterben mit Bogart: Die Maske runter (1952)

Es gibt sicher einfachere Jobs als den von Ed Hutcheson. Der Chefredakteur der renommierten Day kämpft an mehreren Fronten. Die Zukunft der Zeitung und die seiner 1.500 Mitarbeiter steht durch einen Verkauf auf unsicheren Füßen, ein stadtbekannter Mobster torpediert mit allen Mitteln die Recherchen zu seinen Machenschaften und obendrein beabsichtigt Hutchesons Ex-Frau, Nora, den Geschäftsführer einer Werbefirma zu ehelichen. Nicht wenige würden an diesem Druck zerbrechen. Nicht aber Humphrey Bogart, der als grimmig-impulsiver Redaktionskäpt’n mit seinen markigen Sprüchen das sinkende Schiff über Wasser hält. Die Maske runter (OT: Deadline U.S.A.) von 1952 gehört zu den zitierwürdigsten Journalistenfilmen und ist – trotz seines Alters – erstaunlich modern.

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Journalistenfilme.de – der Podcast #4: Eine Hand voller Sterne

Making-of eines Journalistenfilms: Aus dem heimischen Bücherregal auf die Leinwand – an der Seite von engagierten Menschen realisiert Michael Schäfer die Verfilmung von Rafik Schamis bekannten Roman Eine Hand voller Sterne. Dahinter steckt weitaus mehr als die Erfüllung eines künstlerischen Traums. Der Film soll – wie schon das Buch – auch ein universelles Plädoyer für die Meinungsfreiheit sein. In Folge #4 von Journalistenfilme.de gibt der Regisseur einen spannenden Einblick in die Realisierung eines ambitionierten wie unterstützenswerten Projektes.

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Lass mich ran, ich bin Journalist: The Escort – Sex sells (2015)

Kinder und Tiere gehen immer, besagt eine journalistische Bauernregeln. Sex sells, eine andere. Wenn der Journalismus doch mal so einfach wäre wie in The Escort: Alles, was es für den Erfolg braucht, ist eine heiße Story. Also steigt Sex-Junkie Mitch der Stanford-Absolventin und Edel-Prostituierten Natalie hinterher. The Escort ist damit die Schmierlapp-Version von Pretty Woman – und erwartungsgemäß nicht die beste Werbung für den Berufsstand. Im Gegenteil: Trotz Happy End ist Journalist Mitch ein ziemlicher Loser.

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