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so ticken Journalisten im Film

Author: Patrick (Page 1 of 8)

Journalisten in Serie: Shot in the Dark (2017, Netflix)

Auf der Jagd nach den besten Bildern der Nacht: Howard, Zak und Scott sind sogenannte Stringer, freischaffende Videoreporter, die nach Sonnenuntergang durch Los Angeles heizen und die lokalen TV-Sender mit Crash ’n‘ Crime-Clips versorgen. Die Netflix Doku-Serie Shot in the Dark begleitet die Stringer bei ihrer Arbeit – eine Kurzkritik.

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Von der Print- in die Ehekrise: Gone Girl (2014)

Szenen einer Schein-Ehe: Für Außenstehende sind Nick und Amy Dunne ein Traumpaar. Der smarte Journalist und die fleischgewordene Kinderbuchheldin. Doch mit dem beruflichem Misserfolg und den Umzug in die Provinz blättert der Liebeslack ab. Aus Rache an ihrem inzwischen untreu gewordenen Märchenprinzen „peppt“ Amy die Beziehung wieder auf, indem sie ihr eigenes Verschwinden inszeniert. Öffentlichkeitswirksam, versteht sich. Als versierter Medienprofi weiß sie, worauf die Meute anspringt. Gone Girl – Das perfekte Verbrechen ist nicht nur Krimi, sondern auch ein Film über die Reflexe der Sensationsberichterstattung.

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Sündenfall und Mahnmal: Gladbeck (ARD-Zweiteiler, 2018)

Es ist das folgenreichste Verbrechen der deutschen Nachkriegsgeschichte: das Geiseldrama von Gladbeck. Polizei und Behörden der „betroffenen“ Länder leisten sich nach dem beobachtungsfreien Abzug der Gangster eine Serie von Fehleinschätzungen und Versäumnissen, die derart beispiellos ist, dass die Einsatzkoordination anschließend völlig umgekrempelt wird. Vor allem steht Gladbeck synonym für den Sündenfall der bundesdeutschen Medien. Sie verzerrten diese 54 Stunden im August 1988 nicht nur zu einem absurden Spektakel, sondern griffen aktiv ins Geschehen ein – und beeinflussten so den tragischen Ausgang der Geiselnahme. Der TV-Zweiteiler Gladbeck dokumentiert, was nie hätte geschehen dürfen.

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Interview mit Bela: Johnny Layton in The Devil Bat (1940)

Der hier ist etwas für Fans käsiger Horror-Streifen: Der Sensationsjournalist Johnny Layton (nicht zu verwechseln mit Puzzle-Professor Hershel Layton) begibt sich auf die Jagd nach einer monströsen Fledermaus. Obwohl ihm ein windiger Ruf vorauseilt, steht die Stadtgesellschaft Spalier. 1940 werden Regenbogenreporter eben noch hofiert. Erst recht, wenn der Gastgeber Bela Lugosi heißt. Der bittet selbst als Fürst der Finsternis seinen ärgsten Widersacher van Helsing in die gute Stube. Gestatten: The Devil Bat.

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Endstation Sehnsucht: Die Verlegerin (2018)

Er ist der Guido Knopp Hollywoods. Wie kein Zweiter versteht es Regisseur Steven Spielberg, historische Stoffe zu dichter Spielfilm-Unterhaltung zu verweben. Die Verlegerin (im Original The Post) heißt seine neueste Fingerübung und bietet alles, was man von einer Spielberg’schen Geschichtsstunde erwarten darf: Packendes Drama, tolle Schauspielleistungen und etwas Wissen, das hängen bleibt. Diesmal nimmt sich der Filmemacher eine publizistische Sternstunde vor: die Veröffentlichung der so genannten Pentagon Papers durch amerikanische Zeitungen im Jahre 1971. Ihre Enthüllungen entlarvten die militärischen Verwicklungen der USA in Südostasien als eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen und Machtmissbräuchen, gleichzeitig markierten sie den Aufbruch in eine goldene Ära des investigativen Journalismus. Eigentlich das perfekte Setting für einen Journalistenfilm. Das Problem: Als oscar-nominiertes „Prequel“ (Andreas Busche, tagesspiegel) zu Alan J. Pakulas Die Unbestechlichen vermag Die Verlegerin dem Genre kaum etwas neues hinzufügen.

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Fall auf Knall: The Bang Bang Club (2010)

In den Gassen der Townships tobt der Mob. Schüsse peitschen durch die Luft. Auf den Straßen brennen Autos – und Menschen. Vier junge Berichterstatter sind mittendrin statt nur dabei: sie halten die südafrikanischen Exzesse mit ihren Kameras für die Weltöffentlichkeit fest. Das Quartett schreibt als The Bang Bang Club Fotogeschichte. Der gleichnamige Film zollt den knipsenden Teufelskerlen Respekt. Doch verglichen mit den großen Klassikern des Genres ist The Bang Bang Club die Platzpatrone unter den Kriegsreporterfilmen. Knallt ordentlich. Geht aber nicht unter die Haut.

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Journalistenfilme to go: Podcasts über Journalistenfilme

HIer gibt es Podcasts über Journalistenfilme

Ohrenfutter für Freunde des Journalistenkinos: Filmpodcasts gibt es eine ganze Menge, wir picken die Rosinen heraus – im thematischen Sinne, versteht sich. Viele Podcasts auf der folgenden Liste sind perse hörenswert. Uns geht es jedoch rein um die Sache. In diesem Beitrag werden Podcast-Episoden kuratiert, die einen oder mehrere Journalistenfilme behandeln. Das Beste: Es handelt sich um eine wachsende Liste – Tipps sind gern gesehen und werden noch lieber gehört. Viel Spaß beim Stöbern!

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Journalistic Relief #5: Vicky Vale aus Batman (1989)

Was haben Batman und Superman gemeinsam? Beide Figuren sind Helden mit einem Cape. Sie gehören zum DC-Universum. Und sie haben eine Journalistin zur Freundin. Historisch betrachtet ist Vicki Vale aus Batman tatsächlich die Antwort auf Lois Lane. Doch während Lane als unerschrockene Komplizin Supermans wahrgenommen wird (die ihren Begleiter später zu ihrem sprichwörtlichen Göttergatten macht!), ist Vale vielen als kreischende Verflossene des Dunklen Ritters in Erinnerung geblieben. Das liegt an Basingers Darstellung in Tim Burton Batman (1989). Aber nicht nur.

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Journalistischer Scherbenhaufen: Shattered Glass (2003)

Manche Geschichten sind zu gut, um wahr zu sein. In den späten 1990er-Jahren schüttelt der junge Reporter Stephen Glass einen Scoop nach dem anderen aus dem Ärmel. Bis die Konkurrenz einmal genauer hinsieht und die glanzvolle Arbeit des Nachwuchsjournalisten als dreisten Betrug entlarvt. Stephen Glass Reputation ist dahin – und die seines Arbeitgebers gleich mit. Die Chefredaktion des Politmagazins The New Republic hatte dessen Schelmenstücke nämlich begeistert ins Blatt gewunken. Shattered Glass erzählt die Geschichte dieses US-Medienskandals und appelliert dabei an die Wichtigkeit von seriösen Faktenchecks. Ein Appell, der in Zeiten von Hoaxes, Urban Legends und Fake News nichts von seiner Dringlichkeit eingebüßt hat.

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Sieben Tage bis zur Deadline: Rachel Keller in The Ring (2002)

Damals war die Welt noch analog. Kein viraler Videoclip, sondern ein abgenudeltes Tape sorgt in The Ring für Schrecken in der Jugendszene. Derjenige, der es abspielt und betrachtet, soll innerhalb von sieben Tagen das Zeitliche segnen. Als ihre Nichte Katie einem plötzlichen Herztod erliegt, geht die Journalistin Rachel Keller (Naomi Watts) diesem urbanen Mythos auf den Grund. Und das buchstäblich.

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